(MZ) Schulbands lassen Saurier tanzen
Beim Sommerkonzert am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium begeistern Musikklassen mit "A Prehistoric Suite"
GIEVENBECK. Der kleine Professor war in seinem Element: Fast im Sekundentakt schossen die exotischsten Dinosauriernamen aus seinem Mund. Fachkundig referierte er über "Ichthyosssaurus", Sauropterygia" und Co. Das Publikum in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums amüsierte sich prächtig. Schließlich geht der angebliche Akademiker noch zur Schule.
Die Einführung in die Welt der riesigen Urzeit-Reptilien war nur der Auftakt zum mittlerweile dritten Sommerkonzert der Musikklassen 5e und 6e des Gievenbecker Gymnasiums. Dieses Jahr spielten die Nachwuchsmusiker nämlich Paul Jennings' Komposition "A Prehistoric Suite", die längst ausgestorbenen Dinosaurier symphonisch wieder zum Leben erweckte. Die Leitung hatte dabei Musiklehrer Arndt Neemann. Zusätzlich zur Musik führten die Gymnasiasten auf derSchulbühne auch kleine im Kunstunterricht selbst gedrehte Videoclips vor.
Dafür hatten die Mädchen und Jungen aus der Klasse 5e zunächst bunte Saurier aus Knetgummi bei ihrem Kunstlehrer Jörg Hüging angefertigt, die sie dann durch "Stop-Motion Technik" in Bewegung setzten. Die Schüler animierten die Knetfiguren, indem sie ihre Dinos von Bild zu Bild nur ganz leicht veränderen, so dass im fertigen Kurzfilm eine flüssige Bewegung zu sehen war. Für diese enorm arbeitsintensive, aber auch sehr kreative Tricktechnik erhielten die Schüler einen Sonderapplaus. Hoch über der Bühne sorgte die Licht- und Tontechnik-AG des Gymnasiums dafür, dass die Multimediashow reibunglos ablief.
Nach den zwei Musikklassen zeigten auch die schuleigene Big Band unter Leitung von Arndt Neemann sowie das Schulorchester unter Leitung von Cordula Einig ihr Können. Das begeisterte Publikum bekam von den jungen Musikern ein äußerst schwungvolles Programm zu hören, das von Disneys "Pocahontas"-Schmusestück "Colours of the wind" über Duffys Charterfolg "Mercy" oder dem Jazz-Klassiker "Cantaloupe Island" von Herbie Hancock bis hin zum "Star Wars"-Thema reichts.
Schristiane Schräder
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